„Schmerzmittel“ Reflexion

Im letzten Blog-Beitrag habe ich von Spiegelneuronen erzählt, die alte Muster im Körper auslösen können. Heute mehr darüber.

Wo die alten Verhaltensmuster gespeichert sind.

Joachim Bauer, der Neurowissenschafter, spricht davon, dass jegliches Verhalten, das wir erleben, emotional begleitet ist und in den Spiegelneuronen in unserem Kopf gespeichert ist. Dh. da gibt es vorgelegte Schienen, die uns emotional in eine bestimmte Richtung schicken, ob wir das wollen oder nicht. Es macht Sinn zu erkennen, was uns da vorgegeben ist, um in schwierigen Situationen sicherer mit diesen Dingen umzugehen. Dabei hilft die Reflexion mit Hilfe des Körpers.

Die Wirkung auf die Muskulatur

Solche vorgegebenen Verhaltensmuster können sehr hinderlich sein, weil sie von alten Erlebnissen „erzählen“ und uns an einem guten Leben im Jetzt hindern. Es kann ganz schön viel Aufregung bescheren, wenn das Vegetativum durch Trigger (Auslöser) ständig im Anspannungsbereich gehalten wird, und die Muskulatur in einer hohen Spannung festfrieren. So wird durch Verhaltensmuster die Muskulatur beeinflusst und damit unsere gesamte Aufrichtung. Die Aufrichtung, die wir im Sinne der Biomechanik brauchen, damit die Muskeln richtig miteinander arbeiten und schmerzfrei agieren können.

Die Basalganglien unser Basisdatenpool

Gut zu wissen, dass Spannung und Längung der Muskeln in den Basalganglien gespeichert wird. In einem sehr komplexen Vorgang werden die Anspannung und die Länge der Muskeln ständig ins Gehirn vermeldet und angeglichen, zB. ist gespeichert wie sie sich bewegen, wie viel Kraft sie dafür aufwenden und ob es ihnen Freude macht, was einen Kraftzuwachs bedeutet.

So lohnt es sich im Körper eine Basis zu schaffen, damit in diesen Basalganglien, die richtigen Muster gespeichert haben. Das lässt sich in dichten Zeiten gut abrufen und der Körper kann sich leichter aktualisieren. Die Myoreflex und adäquate Übungen sind dabei eine großartige Unterstützung!

Reflektieren macht Sinn

Wenn Sie draufkommen, was bei ständig wiederholten Ärgernisse und Konflikte herumgeistert und den Körper belastet, dann ist das eine Chance behutsam ihr Verhalten Schritt um Schritt in eine neue Richtung zu lenken, damit Sie sicherer und zuversichtlicher und selbstbewusst werden, damit die eingefahrenen Muster nicht mehr diese Macht über uns haben.

Beispiel einer Klientin mit Trauma

Immer wenn der Trigger des alten Erlebnisses kam, war die Welt wieder aus dem Gleichgewicht. Die Trigger waren massiv mit hoher Anspannung im Rücken verbunden. Bei der Klientin nur einfach die Muskelspannung zu regulieren, war zu wenig. In der Psychotherapie war es oft aufgearbeitet worden, in vielen Ehrenrunden. Begleitend war es wichtig zu lernen die Auslöser im Körper zu erkennen und den Schritt zurück zu machen, bevor der Trigger auf Schiene ging. Die Distanz herzustellen um einen neuen Weg einzuschlagen, um neue neuronale Verbindungen zu schaffen, damit das alte Angstmuster nicht mehr sofort in den neuronalen Verbindungen geschaltet wurde.

Mit Wahrnehmungsübungen aus der IBT, der Sympathikolyse, um das hochgefahrene Vegetativum zu beruhigen, und reichlich unterstützende, bestärkende Gespräche gelingt es die Trigger nach und nach zu erkennen und die neue Richtung beizubehalten. Das beschert ein Mehr an Ruhe und Ausgeglichenheit und ein Gefühl der Selbstwirksamkeit, dh. selbst aktiv etwas für die Verbesserung tun zu können. Joachim Bauer schreibt, Menschen, die erkennen, dass sie selber etwas aktiv zu ihrem Gesundwerden beitragen können, haben 50% mehr Chancen gesund zu werden.

Eine Geschichte der Cherokee

Vom schwarzen und weißen Wolf, die in unserem Herzen wohnen

Ein Großvater erzählt seinem Enkel diese Geschichte:

In jedem von uns lebt ein weißer und ein schwarzer Wolf. Der Weiße Wolf verkörpert den Frieden, die Gerechtigkeit, das Wohlwollen, das Vertrauen, die Güte, die Freude, die Hoffnung, ja die Liebe. Der Schwarze Wolf steht für Zorn, Neid, Angst, Gier und Selbstmitleid.

Zwischen diesen beiden Wölfen findet immer wieder ein Kampf statt, denn wir tragen beide Wölfe in uns. Dieser innere Kampf ist die Herausforderung unser inneres Gleichgewicht herzustellen. Beide gehören zusammen.

Wenn du schwach bist, oder abgelenkt, oder nur den Weißen Wolf fütterst, dann wird der Schwarze Wolf auf dich zuspringen, um deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Je stärker du dich abwendest, je mehr wird der schwarze Wolf dich bekämpfen. Aber wenn du ihn beachtest, ihn fütterst, dann wird er zufrieden sein, dann ist auch der Weiße Wolf glücklich und beide gewinnen.

Wenn du beide fütterst, wenn du beiden Aufmerksamkeit schenkst, dann muss es kein innerer Kampf werden. Wenn es ruhig wird in dir, dann kannst du deine innere Stimme hören, die dir den Weg weist.

Das Thema Spiegelneuronen ist eine spannende Sache. Wenn Ihr Fragen habt, schreibt mir doch! ch.forsthuber@gmx.at

 

Herzlichst,

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